When you think of love, do you think of pain?

Seit Tagen kreist diese Frage in meinem Kopf herum. Sie lässt mich nicht mehr los, obwohl ich den Song in dem die Zeile vorkam doch nur einmal zufällig in meiner Playlist hatte. Denn ja, wenn ich an Liebe denke, denke ich an Schmerz, und ich finde es furchtbar, wo Liebe doch das einzig wirklich Gute ist, das einem Menschen,..das MIR widerfahren kann. Liebe ist alles. Verständnis, Loyalität, Zuhause, Sicherheit, Wärme, Frieden, Freiheit. Ich bin wütend, wütend auf all die Ereignisse in der Vergangenheit, die mich mit Liebe, Schmerz assoziieren lassen. Ich bin wütend, auf Menschen die sich aus meinem Leben geschlichen haben, ohne sich zu verabschieden, ich bin wütend auf Menschen denen einfach alles egal war, und diejenigen die so getan haben als ob. Menschen wie mich. Warum kann ich nicht aufrichtig durch die Gegend laufen, warum kann ich den Menschen die ich liebe nicht sagen, dass ich sie liebe ohne Angst zu haben sie deshalb zu verlieren? Wieso ist Liebe ein Grund jemanden zu verlassen?
Ich stelle mich gern als den Märtyrer dar, sage, dass ich Menschen verlassen habe, weil sie ohne mich besser dran wären, aber das stimmt nicht. Ich verlasse Menschen weil ich zu viel Angst habe vor dem Schmerz den sie mir bereiten könnten; weil ich feige bin und merke, dass sie einen bestimmten Punkt erreicht haben, einen Punkt an dem ich nicht mehr die schlechten Seiten von mir verstecken kann, der Augenblick in dem ich jemanden liebe und Angst habe er liebt mich nicht mehr, wenn er mich wirklich kennt. Also laufe ich weg, und rechtfertige meine Unfähigkeit Menschen zu vertrauen, indem ich auf all die Fehler der Vergangenheit eingehe und sage, dass Liebe eben manchmal nicht genug ist um eine Beziehung zu führen. Letztendlich, weiß ich vielleicht nicht einmal was Liebe eigentlich ist.
Ich glaube manchmal, ich kann mich nicht verlieben, ich kenne dieses anhaltende Kribbeln im Bauch nicht, von dem alle immer sprechen, ich bin nicht mehr nervös oder aufgeregt, wenn ich jemanden treffe, auch wenn ich es manchmal behaupte. Ich mag Menschen, oder ich mag sie nicht und mir fehlt die Grenze zwischen Freundschaft und dem ominösen 'mehr' von dem die Menschen so oft sprechen. Manchmal will ich, dass irgendetwas von Bedeutung ist, dann sage ich, dass ich in jemanden verliebt bin und mit ihm zusammen sein möchte. Sobald derjenige dem zustimmt, will ich es aber eigentlich nicht mehr. Grenzen sind schwierig, sie schließen die Außenwelt aus, aber sperren mich ein. Ich kann nicht ohne Grenzen, weil ich mich in der Weite verliere, ich kann nicht mit ihnen, weil ich dann die Freiheit vermisse. Und wenn ich Liebe? Dann lasse ich alles zu nah an mich heran. Ich kann nicht sagen was ich fühle oder Denke, aber alles was von Außen kommt, trifft ungefiltert direkt in mein innerstes. Eine Geste, ein Zögern, ein Ton der irgendwo in einer Aussage mitschwingt, ein Funken Desinteresse, all das ist plötzlich so unendlich schmerzhaft. Wenn ich liebe, würde ich alles für die Person tun, sogar mich selbst aufgeben. Nur liebe ich mich selbst wohl irgendwie auch ein bisschen mittlerweile. Liebe sollte bedingungslos sein. Wenn ich jemanden liebe, dann erwarte ich nichts von ihm, bin aber bereit alles zu geben. Liebe tut nicht weh. Niemals. Zurückweisung tut weh, Einsamkeit tut weh, aber Liebe? Liebe nicht. Liebe heilt und gibt Sicherheit. Liebe ist das einzig Gute in diesem Leben. Und deshalb bin ich wütend, dass ich an Schmerz denke, wenn ich an Liebe denke. Denn ich wünschte es wäre nicht so.

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