toxische Freundschaft



Weltweit leben gerade ca. 7,35 Milliarden Menschen. Allein in Deutschland sind es 81 Millionen ungefähr. Klar, gilt es dabei noch so Aspekte wie Geschlecht und Alter zu berücksichtigen, aber diese Dinge verlieren ja heutzutage immer mehr an Relevanz.
Wir begegnen, jeden Tag den verschiedensten Menschen. Wenn wir das Haus verlassen, sind es sogar ganz schön viele, noch mehr, wenn wir arbeiten, studieren, oder uns viel in Menschenmengen aufhalten. Doch selbst wenn wir die Tage nur vor dem Pc verbringen, (oder zumindest einen Teil unserer Zeit) treffen wir sie. Natürlich reden wir mit den wenigsten, auch wenn wir es könnten. Aber sie sind da. Wir könnten neue Menschen kennenlernen. Doch die meisten nehmen wir kaum zur Kenntnis. Wir haben einen mehr oder weniger festen Freundeskreis und die wenigsten suchen aktiv neue Freundschaften. Wozu auch. Das ergibt sich einfach, oder eben nicht. Aber was sind diese Freundschaften die schon lange bestehen?
 Fragt man Menschen, was Freundschaft bedeutet kommen die meisten zu dem Entschluss, es seien Menschen denen man vertrauen kann, die für einen da sind, und mit denen man vieles gemeinsam erlebt. Es geht um Loyalität und Rückendeckung, und natürlich um Ehrlichkeit.
Der beste Freund, oder die beste Freundin, das ist jemand dem man alles anvertrauen kann, und der einem niemals in den Rücken fallen würde.
Die Frage ist: auf wie viele der bestehenden Freundschaften trifft das tatsächlich zu ? Ich glaube der Mensch neigt dazu an Beziehungen festzuhalten die ihm nicht gut tun, bis es wirklich überhaupt nicht mehr weitergeht. Toxisch, ist ein Wort welches ich in dem Kontext sehr passend finde. Freundschaften in denen Menschen sich gegenseitig benutzen, um sich besser zu fühlen, oder weniger allein, in denen die Loyalität zur Seite geschoben wird, wenn eine neue Person an Relevanz gewinnt. Oder in der 'beste Freundschaft' schlichtweg nur als 'status' verwendet wird. Mit einer langen Freundschaft kann man angeben. Es macht Eindruck wenn die beste Freundin immer genau weiß, was man sagen wird und einem dabei das Gefühl gibt man sei auf dem richtigen Weg. Aber wie viele Freundschaften sind wirklich gut für die betroffenen Personen und wie viele saugen einfach nur die Kraft aus den Menschen.
Es ist schön nicht allein zu sein, das Gefühl zu haben für jemanden wichtig zu sein, und ja, vielleicht ist die Zuneigung echt, doch genau wie in Partnerschaften passen manche Menschen einfach nicht zusammen, und genauso ist es manchmal nötig mit einem Freund 'schluss zu machen', wenn man sich nicht mehr wohl fühlt. Viel zu viele Menschen verschwenden ihre Zeit mit dem falschen Freundeskreis, umgeben sich mit Menschen, die sie längst nicht mehr zu ihren Vertrauten zählen, nur weil die Freundschaft schon so lange besteht. Es ist okay Schlussstriche zu ziehen, und auch wenn es die beste Freundin betrifft, oder den besten Freund ist es in Ordnung zu gehen, wenn man das Gefühl bekommt, diese Freundschaft ist nur noch toxisch.
Es ist okay miteinander zu lachen, auch übereinander, Aber wenn man sich nicht mehr wohl fühlt dabei, wenn man das Gefühl hat man gibt mehr als man möchte und bekommt dafür nicht das zurück, was man sich von der Freundschaft wünscht, dann ist es vielleicht Zeit zu gehen.

Ich sage: niemand muss mit Menschen befreundet sein, in deren Gegenwart er sich nicht mehr geborgen fühlt. Und niemand muss sich unterordnen und ausnutzen lassen. Echte Freundschaft ist selten, aber das bedeutet nicht, dass man sich mit etwas zweitklassigem abfinden muss, nur um nicht allein zu sein. Manchmal ist Alleinsein besser als mit den falschen Menschen zusammen. Ich spreche aus Erfahrung.

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