okay

Wir alle kämpfen doch irgendwie mit den gleichen  Monstern. Wir suchen Nähe, Wertschätzung, jemanden der uns versteht und für uns da ist, Erfüllung in einer Beschäftigung, Gesundheit, Freiheit. Das scheinen die Grundbedürfnisse des Menschen zu sein, mal abgesehen von den Offensichtlichen wie Nahrung & Schlaf. Aber wer findet das alles? 'Jeder hat sein Päckchen zu tragen' heißt es im Volksmund, und soll heißen, du wirst nie alles haben, also gib dich mit dem zufrieden was du hast und hör auf zu jammern und uns an unsere Monster zu erinnern. An sich eine durchaus zu befürwortende Antwort, für jemanden der sich damit abfindet, der sagt 'hey ich bin zufrieden mit halbwegs okay, solange es nicht vollkommen scheiße ist' und so  vergeben wir die Chancen auf Besserung. Zum Arzt gehen und wirklich um die Gesundheit kämpfen, ..mh lieber nicht, die können das eh nicht schaffen und es könnte ja schlimmer sein. Jemanden an uns heranlassen? Mh, aber vielleicht verletzt er uns dann. Der Job ist scheiße, aber wir brauchen das Geld, wir können ja in der Freizeit das tun was uns Spaß macht, Job ist ja nur arbeit um Geld ranzuschaffen. Und lieber ein schlechter Job als gar keiner. Und Leben können wir ja an den Wochenenden, und abends, oder aber im Urlaub. Außerdem müssen wir irgendwann nicht mehr arbeiten, Da ist immer noch genug Zeit irgendwas zu tun, worauf wir wirklich Lust haben.  Die negativen Erfahrungen der Vergangenheit überwiegen die Hoffnung auf mehr. Und es könnte ja so viel schlechter sein, also warum was wagen? Am Ende wünschen wir uns vielleicht zurück, aber manche Entscheidungen kann man nicht wieder umkehren. Also bleiben wir im grau, ohne Risiko. Und fragen uns immer ob es nicht besser gewesen wäre, wenn wir etwas gewagt hätten.' wir bereuen eher die Dinge die wir nicht getan haben, als die Dinge die wir getan haben' , doch lieber bereuen als den Sprung zu wagen. Denn es ist ja nicht scheiße, nur halt nicht wirklich gut.

Ich will nicht jetzt schon damit anfangen Kompromisse zu machen , mich im mittelmäßigen einzunisten, ich will raus und fliegen und schauen ob ich nicht doch irgendwie darüber hinaus komme, ob ich es nicht vielleicht doch schaffen kann diesem Schicksal zu entfliehen. Und ja, vielleicht bin ich ein naiver Träumer, aber warum muss das schlecht sein? Meine Träume sind doch vielmehr Hoffnungen, sind die nicht genau das was den Menschen ausmacht? Hoffnungslose liegen unter der Erde oder verkommen zu Zombies, die nur noch tun was sie müssen, ohne eigenen Antrieb. Wieso soll ich mich aufgeben, mich und meine Hoffnungen und Träume? Vielleicht muss ich irgendwann aber noch bin ich lange nicht soweit, Ich habe ein Leben vor mir und ich will es auch mit Überzeugung Leben nennen können. Dieses Denken macht mich zur Enttäuschung der ganzen Familie, aber warum? Wir kämpfen doch alle mit den selben Monstern, mit ein bisschen nachdenken könnten sie mich verstehen. Aber wer will das schon ernsthaft. Es hat ja jeder selbst sein mittelmäßig zufriedenstellendes Leben. Und warum soll jemand anderes mehr wollen, es ist ja okay.

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