Blumen schlafen nie. [Teil 4]

‘Da ist sie!, Das ist das Mädchen!’ sie hatte nicht einmal genug Zeit einzuatmen, bevor sie den Schweren Körper des Mannes auf sich spürte. Auch der letzte Rest Luft entwich ihren Lungen, wie einem Luftballon der zertreten wurde. Zu dem Schmerz in ihrer Lunge kam noch der Geschmack von Erde. Sie spürte kleine Steinchen in ihrem Gesicht. Einer war besonders spitz und bohrte sich in ihr linkes Augenlied. Sie hatte das Gefühl zerquetscht zu werden. Wahrscheinlich wurde sie das auch gerade, denn sie spürte ihre Beine nicht, dafür ihre Hüftknochen, die Rippen und ihr Gesicht umso mehr. Der Untergrund war, wie für einen Gehweg üblich, bedeckt mit Split und Sand. Hätte sie es sich aussuchen können, wäre sie lieber einen Meter weiter rechts auf dem Grünstreifen gelandet. Doch offensichtlich war das nicht möglich gewesen. Hätte sie Gewalt über ihr Gesicht gehabt hätte sie über diesen Gedanken gelacht. Wie absurd, dass dies das erste war was sie in ihrer Situation dachte. Wegen des Sauerstoffmangels fühlte sie sich plötzlich schwummerig, ihr letzter Gedanke galt dem blauen Karton, den sie unter einem Busch versteckt hatte. Dann wurde sie Ohnmächtig.

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